
In den 80er-Jahren gab es einen Magenbitter, der als Marktführer ganze Generationen von Omas und Opas „über den Berg gebracht“ hat. Jedes Kind kannte ihn aus der Werbung. Eine Marke, tief eingebrannt ins kollektive Gedächtnis.
Ein Marketing-Professor von mir erzählte später diese Geschichte:
Er war damals für genau dieses Unternehmen verantwortlich. Anstatt einen Stand auf der Anuga – der größten Nahrungs- und Genussmittelmesse der Welt – zu buchen, tat er etwas Unerwartetes:
Er ließ die Standbuchung komplett aus.
Stattdessen platzierte er Hostessen am Ausgang der Messe.
Sie befragten die Besucher zu ihrem Messeerlebnis und sprachen im Laufe der „Meinungsumfrage“ gezielt einen angeblich neu gestalteten Stand des Magenbitters an:
„Haben Sie den Stand mit den neuen, frischen Farben gesehen?“
Die Reaktionen waren verblüffend:
Es gab keinen Stand.
Kein neues Design.
Keine Präsenz.
Was hier wirkte, war soziale Erwünschtheit.
Die Chefeinkäufer mussten den Marktführer gesehen haben. Also hatten sie ihn gesehen. Nicht mit den Augen – sondern im Kopf.
Marke ist nicht das, was du zeigst.
Marke ist das, was Menschen erwarten.
Als Unternehmensberater helfe ich dabei, genau diese Wirkung systematisch aufzubauen – nicht durch Lautstärke, sondern durch strategische Klarheit.
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Stefan Mehler
Coaching & Webdesign
